Durch die Firmenveränderung:
Anfragen bitte an folgende E-Mail Adresse:
info(at)environics-iut .com
Der neue FumiDetec - 200 ist ein im IUT entwickelter mobiler Multigas/Multisensor-Detektor zum hochempfindlichen Nachweis von toxischen Gasen in Import-Containern. Basierend auf den Erfahrungen und Anforderungen unserer Kunden wurde dieses neue Gerät erstellt.
Hiermit lassen sich auf einfache Weise Begasungsstoffe, aber auch andere toxische Gase in den erforderlichen Konzentrationsbereichen ohne jegliche Anreicherung vor Ort nachweisen und identifizieren. Durch die Sensorerweiterung ist es unter anderem gelungen, Begasungsstoffe, wie Sulfuryldifluorid (SO2F2) und Formaldehyd (CH2O) zu identifizieren. Damit ist das FumiDetec - 200 das erste mobile Gerät, das alle relevanten Begasungsstoffe mit den entsprechenden Empfindlichkeiten nachweisen kann.
Neben den Begasungsstoffen stellen auch andere giftige Stoffe, die aus den transportierten Waren ausgasen, eine Gefährdung dar. Generell sind zur Gefahrenbeurteilung folgende drei wichtige Grundsätze zu erfüllen:
Mit dem FumiDetec - 200 bietet das IUT ein Gerät an, das als bisher einziges alle relevanten Begasungsstoffe (auch Sulfuryldifluorid und Formaldehyd) sowie eine große Anzahl weiterer toxischer Stoffe hoch empfindlich nachweisen kann.
Im Gegensatz zu den breitbandig messenden Systemen hat das IUT von Beginn die Stoffidentifizierung, selbst in komplexen Gemischen, zusammen mit der Bestimmung der Konzentration bei hoher Empfindlichkeit in den Mittelpunkt der Entwicklung gestellt.
Basierend auf den immer noch anhaltenden intensiven Diskussionen, sind in der Programmbibliothek folgende Stoffe zur Identifizierung hinterlegt:
Substanz | Summenformel | CAS-Nr. | |
1. | Methylbromid | CH3Br | 74-83-9 |
2. | Sulfuryldifluorid | SO2F2 | 2699-79-8 |
3. | Phosphin | PH3 | 7803-51-2 |
4. | Blausäure | HCN | 74-90-8 |
5. | Chlorpikrin | CCl3NO2 | 76-06-2 |
6. | Formaldehyd | CH2O | 50-00-0 |
7. | Benzol | C6H6 | 71-43-2 |
8. | Toluol | C7H8 | 108-88-3 |
9. | Xylol | C8H10 | 1330-20-7 |
10. | Styrol | C8H8 | 100-42-5 |
11. | Ammoniak | NH3 | 7664-41-7 |
12. | 1,2-Dibromethan | C2H4Br2 | 106-93-4 |
13. | 1,2-Dichlorethan | C2H4Cl2 | 107-06-2 |
14. | 1,3-Dichlorpropen | C3H4Cl2 | 542-75-6 |
15. | Kohlendioxid | CO2 | 124-38-9 |
16. | Kohlenmonoxid | CO | 630-08-0 |
Die Aufnahme weiterer Substanzen in die Identifizierungsbibliothek des Gerätes ist prinzipiell möglich.
Das tragbare und bedienerfreundliche FumiDetec - 200 ist ein Gasspuren-Analysator zur hochempfindlichen und schnellen Detektion und Identifizierung von toxischen Begasungsstoffen im ppb-Bereich. Es besteht aus einem Ionen-Mobilitäts-Spektrometer (IMS), einem Photo-Ionisations-Detektor (PID) mit vorgeschalteter gaschromatographischer Säule (GC-Säule), einem Infrarot-Detektor (IR) und elektrochemischen Zellen (EC).
Durch die Kombination des PID mit einer GC-Säule wird der Nachteil von herkömmlichen, unspezifisch messenden PIDs überwunden und eine Identifizierung ermöglicht, die unabdingbar für die Beurteilung des Gefährdungspotentials ist, da nur durch Identifizierung eine definierte Konzentration angegeben werden kann. Bei dem im FumiDetec - 200 verwendeten Photo-Ionisations-Detektor handelt es sich um einen im IUT entwickelten speziellen PID mit hoher Empfindlichkeit, die - wie auch beim Ionen-Mobilitäts-Spektrometer - im ppb-Bereich liegt.
Die Betriebskosten des FumiDetec – 200 sind niedrig, da keine Verbrauchsmaterialien, wie z.B. Trägergase, benötigt werden. Das FumiDetec - 200 ist ein autark arbeitendes und mobiles Analysesystem, kann aber auch über eine Schnittstelle mit einem externen Computer verbunden werden.
Die Probenahme erfolgt mit Hilfe einer Sonde, die bei Containern unter den Gummidichtungen hindurch in den Innenraum eingeführt wird. Nach dem Ansaugen der Luftprobe aus dem Inneren des Containers wird das Ergebnis innerhalb von 4 Minuten nach dem Start der Messung angezeigt. Bei der Ausgabe der Messergebnisse werden die identifizierten Stoffe sowie ihre Konzentrationen in ppm angegeben. In der momentanen technischen Konfiguration kann das Gerät typischerweise über eine Arbeitsschicht von 8 Stunden ohne elektrische Netzversorgung im Akkubetrieb arbeiten.
Die Containerbegasung ist ein weit verbreitetes Verfahren zur Schädlingsbekämpfung. Daher besteht beim Untersuchen und Ausladen von Containern das Risiko, mit giftigen Gasen in Berührung zu kommen, die im Inneren des Containers vorhanden sein können.
Eine kurze allgemeine Einführung des IUT zum Thema begaste Container kann hier als PDF-Datei herunter geladen werden. Die Broschüre ist in folgenden Sprachen verfügbar: | |
Download: | DEUTSCH |
ENGLISCH | |
Die relevanten maximal zulässigen Konzentrationen einiger Stoffe, die im Zusammenhang mit der Containerbegasung von Interesse sind, sind in der TRGS 512* festgelegt. Für weitere Stoffe, wie z. B. Chlorpikrin oder auch Benzol, können die APK** bzw. weitere TRGS-Regelungen herangezogen werden. Zum Überblick sind hier die maximal zulässige Konzentrationen aufgelistet:
Stoff | Trivialname | Summen- formel | Min. Konzentration | APK**) |
Sulfuryldifluorid | SO2F2 | 1 ppm | ||
Brommethan | Methylbromid | CH3Br | 0,5 ppm | |
Phosphorwasserstoff | Phosphin | PH3 | 0,01 ppm | 0,1 ppm |
Cyanwasserstoff | Blausäure | HCN | 2,0 ppm | |
Trichlornitromethan | Chlorpikrin | Cl3NO2 | 0,1 ppm | |
Formaldehyd | CH2O | 0,1 ppm | ||
Ammoniak | NH3 | 20 ppm | ||
Benzen | Benzol | C6H6 | 0,1 ppm | |
Xylen | Xylol | C8H10 | 100 ppm | |
Toluen | Toluol | C7H8 | 50 ppm | |
Styren | Styrol | C8H8 | 20 ppm | |
1,2-Dichlorethan | C2H4Cl2 | |||
1,2-Dibromethan | C2H4Br2 | |||
C3H4Cl2 | ||||
Kohlendioxid | CO2 | 5000 ppm | ||
Kohlenmonoxid | CO | 30 ppm |
*) Technische Regel für Gefahrstoffe, BEGASUNG, TRGS 512
**) APK – Arbeitsplatzkonzentration nach BGIA-Report 6/2008 Grenzwertliste 2008